Diesen Samstag sind wir zu fünft in einem Mietwagen in den
Nationalpark "Cabo de Gata" ans Mittelmeer gefahren. Der Weg führte
erst durch kurvige und schmale Straßen der Sierra Nevada (wo wir dann
an einer schönen Stelle auch Picknick gemacht haben). Anschließend
ging's Richtung Küste nach Almeria, wo kilometerweit nur Gewächshäuser
zu sehen waren (ohne auch nur ein bisschen Grün zwischen diesen
Häusern; es war alles zugebaut). Im Nationalpark gab es die zum Glück
nichtmehr; die bis zu 500m hohe Hügellandschaft (ursprünglich Vulkane)
mit kleinen Dörfern, leeren Stränden und steilen Felsküsten ist ein
Naturschutzgebiet mit vielen Pflanzen und Tieren, allerdings nahezu
ohne Bäume (wir haben beim Wandern sogar ein Wildschwein gesehen).
Nachdem wir am frühen Samstag abend eine Unterkunft gefunden hatten,
verbrachten wir den restlichen Abend mit Essen und Trinken direkt am
Meer.
Sonntag wollten Philipp und ich eigentlich nur eine kleine Wanderung
auf den ca. 300m hohen Berg direkt am Ortsrand machen; einmal oben und
überwältigt von der dahinterliengen Landschaft sind wir dann noch 6
weitere Stunden gelaufen, von Gipfel zu Gipfel an steilen Schluchten
hochgeklettert (es gab überhaupt keine Wanderwege, was die
Gipfelbesteigung zu einem richtigen Abenteuer machte) . Die Sonne
schien unerbärmlich und da es keine Bäume gab, waren Schattenplätze nur
in den Felshöhlen zu finden.
Auf dem höchsten Gipfel (ca. 500m) angekommen waren wir jedoch froh,
diese Mühen auf uns genommen zu haben. Nach dem (etwas einfacheren)
Abstieg haben wir uns noch kurz im
Mittelmeer abgekühlt und sind dann alle zusammen wieder nach Hause gefahren.
